Theorie- und praktische Prüfung: Ablauf, Durchfallquoten & Tipps

Theorie- und praktische Prüfung: Ablauf, Durchfallquoten & Tipps

Was dich bei beiden Prüfungen erwartet – und wie du dich optimal vorbereitest

Redaktion FahrschuleGesucht.de · Zuletzt aktualisiert am 13.07.2026

Durchfallquoten auf Rekordniveau.
Laut TÜV-Verband fielen 2025 rund 44 % aller Prüflinge durch die Theorieprüfung und 37 % durch die praktische Prüfung (Klassen B/BF17) – bei 2,04 Millionen Theorie- und 1,89 Millionen Praxisprüfungen, beides Höchstwerte der letzten zehn Jahre.

Wer weiß, was in beiden Prüfungen konkret verlangt wird, kann sich gezielter vorbereiten. Hier die wichtigsten Fakten zu Theorie- und praktischer Prüfung im Überblick.

Theorie- und praktische Prüfung


Die Theorieprüfung

Die Theorieprüfung findet heute digital am PC oder Tablet statt:

  • 30 Fragen gesamt – 20 aus dem Grundstoff, 10 aus dem klassenspezifischen Zusatzstoff (Klasse B)
  • Keine feste Zeitbegrenzung, im Schnitt dauert die Prüfung 30–45 Minuten
  • Fehlerpunkte je nach Frage: 2, 3, 4 oder 5 Punkte
  • Bestanden bei maximal 10 Fehlerpunkten insgesamt

Wichtige Ausnahme: Wer zwei sogenannte 5-Punkte-Fragen falsch beantwortet, fällt automatisch durch – selbst wenn die Gesamtsumme der Fehlerpunkte unter 10 bliebe. Der Fragenkatalog wird regelmäßig aktualisiert, zuletzt mit neuen Fragen ab April 2025.

Die praktische Prüfung

1

Ausweis- und Fahrzeugkontrolle

Der Prüfer kontrolliert den Personalausweis und stellt einige technische Fragen zum Fahrzeug.

2

Rund 25 Minuten reine Fahrzeit

Die gesamte Prüfung dauert etwa 45 Minuten, die eigentliche Fahrzeit macht davon rund 25 Minuten aus.

3

8 Fahraufgaben, 5 Kompetenzbereiche

Der Prüfling bewältigt acht festgelegte Fahraufgaben und weist Kompetenz in fünf weiteren Bereichen nach (u. a. Verkehrsbeobachtung, Regelkenntnis).

4

Direktes Ergebnis

Direkt nach der Fahrt teilt der Prüfer mit, ob die Prüfung bestanden wurde.

Bewertet wird, ob der Prüfling selbständig, verkehrsgerecht und sicher fährt – auch in schwierigen Verkehrslagen. Die Fahrweise soll dabei defensiv, rücksichtsvoll und vorausschauend sein und sich dem jeweiligen Verkehrsfluss anpassen.

Praktische Prüfung


Wer schneidet besser ab: BF17 oder klassischer Einstieg?

  • Alle Altersgruppen (2025)
  • Theorie: 44 % durchgefallen
  • Praxis: 37 % durchgefallen
  • Unter 18 Jahren (2025)
  • Theorie: nur 35 % durchgefallen
  • Praxis: nur 24 % durchgefallen

Fahranfänger unter 18 – also größtenteils Teilnehmer von BF17 – schneiden bei beiden Prüfungen spürbar besser ab als der Durchschnitt aller Altersgruppen. Mehr zusätzliche Fahrpraxis vor der Prüfung zahlt sich damit messbar aus.


Durchgefallen – was jetzt?

  • Sperrfrist: mindestens 14 Tage bis zum nächsten Versuch, bei einem Täuschungsversuch 6 Wochen
  • Unbegrenzte Wiederholungen möglich – allerdings wird bei jedem Versuch erneut die volle Gebühr fällig
  • Die bestandene Theorieprüfung ist 1 Jahr gültig – wird die praktische Prüfung nicht innerhalb dieser Frist bestanden, muss auch die Theorie wiederholt werden
  • Bei starken Zweifeln an der Fahreignung kann der Prüfer eine MPU (medizinisch-psychologische Untersuchung) vor der nächsten Prüfung anordnen

Da jede Wiederholung sowohl die amtliche Prüfungsgebühr als auch die Vorstellungsgebühr der Fahrschule erneut kostet, lohnt sich eine gründliche Vorbereitung finanziell doppelt – mehr dazu in unserem Ratgeber zu Führerschein-Kostenfallen.


Häufig gestellte Fragen

Insgesamt 30 Fragen: 20 aus dem Grundstoff und 10 aus dem klassenspezifischen Zusatzstoff. Bestanden ist die Prüfung bei maximal 10 Fehlerpunkten.

Insgesamt rund 45 Minuten, davon etwa 25 Minuten reine Fahrzeit. Dabei müssen acht festgelegte Fahraufgaben und fünf weitere Kompetenzbereiche nachgewiesen werden.

Laut TÜV-Verband fielen 2025 rund 44 % durch die Theorieprüfung und 37 % durch die praktische Prüfung. Bei unter 18-Jährigen (v. a. BF17-Teilnehmer) lagen die Quoten mit 35 % bzw. 24 % deutlich niedriger.

Mindestens 14 Tage. Bei einem Täuschungsversuch beträgt die Sperrfrist 6 Wochen. Wiederholungen sind grundsätzlich unbegrenzt möglich, kosten aber jedes Mal die volle Prüfungsgebühr erneut.

Dann verliert die bestandene Theorieprüfung ihre Gültigkeit und muss erneut abgelegt werden, bevor die praktische Prüfung wiederholt werden kann.

Fazit

Beide Prüfungen sind anspruchsvoller geworden – die Durchfallquoten sind auf einem Zehnjahreshoch. Wer sich Zeit für eine gründliche Vorbereitung nimmt, insbesondere für die 5-Punkte-Fragen der Theorie und die acht Fahraufgaben der Praxis, hat deutlich bessere Chancen, gleich beim ersten Versuch zu bestehen – und spart sich damit auch bares Geld.